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Landing Page selbst erstellen: 12 kostenlose Tipps für mehr Conversions

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Deine erste eigene Landing Page: Mach es am besten gleich richtig. In diesem Beitrag (hier klicken) habe ich Landing Pages bereits genauer erklärt und die Option „Landing Page erstellen lassen“ vs. „Landing Page selber erstellen“ gegenübergestellt. Wenn Du Dich dafür entschieden hast, Deine Landing Page selbst zu erstellen, dann ist dieser Beitrag nur für Dich geschrieben 🙂

 

 

Was sind Landing Pages?

 

Hier erstmal was für die Suchmaschinen.

 

Eine Landing Page ist eine spezielle Webseite, die auf ein bestimmtes Ziel hin optimiert wurde. Nutzer erreichen die Landing Page zum Beispiel über Suchanfragen oder den Klick auf ein Werbebanner. Ein solches Ziel könnte zum Beispiel der Verkauf eines neuen Produktes sein. Auch das Generieren von Leads (Anfragen), Videoaufrufe und Registrierungen bzw. Newsletter-Anmeldungen sind häufig als Ziel für eine Landing Page definiert. Eine Landing Page ist immer so konzeptioniert, dass sie mit den eingesetzten Werbemitteln (Optik & Text) im Einklang ist.

 

Der Name ist Programm: Unbounce gibt Dir alle Tools an die Hand, die Absprungraten zu verringern.

Du suchst noch nach einem Landing Page Builder bzw. Anbieter? Dann kann ich Dir Unbounce empfehlen. Diesen Anbieter nutze ich regelmäßig für meine Landing Pages – und das aus gutem Grund. Mit meinem Affiliate Link bekommst Du nach der Testphase 20 % Rabatt auf die ersten drei Monate und ich bekomme eine Provision, wenn Du Dich registrierst. Hier kommst geht’s zu Unbounce und Deinem Rabatt.

 

Eigentlich wollte ich den Artikel nach der Wichtigkeit der Tipps aufbauen. Wenn dann aber „Datenschutz“ ganz unten steht, dann könnte man das falsch verstehen. Irgendwie sind alle Tipps wirklich wichtig.

 

Hier sind die Tipps für Deine Landing Page:

 

Grafikerin beim Erstellen eines Designkonzepts
Unterschätze nie den Einfluss eines stimmigen Designs: Icons, Bilder, Texte, Elemente und Werbeanzeigen: Alles muss aufeinander abgestimmt sein.

1. Erstelle ein durchdachtes Designkonzept

 

Ansprechende Bilder sind nicht ausreichend, sollten aber einen Teil des Konzeptes sein. Viele Landing Page Betreiber und auch viele Agenturen unterschätzen diesen Punkt immer wieder. Man muss auch einfach sagen, dass nicht jeder ein Auge für ein ansprechendes Design hat, auch wenn derjenige das bestimmt nicht gerne hören würde.

 

Bevor man sich also Bilder, Icons und Inhalte auf vielen Plattformen zusammensucht, lohnt es sich häufig, einen Grafiker mit einzubeziehen, der ein Farb- und Bildkonzept für die Landing Page erstellt. In dieses Konzept fließen natürlich CI/CD der Marke mit ein. Bei Aktionen wird die Landing Page (im besten Fall) zusammen mit dem Designkonzept für die jeweilige Aktion erstellt.

 

Lasse den Elementen Raum zum Atmen, damit sie ihre volle Wirkung entfalten können. Nimm nur Bilder, von denen Du zu 100 % überzeugt bist. Sei kritisch und setze hier deinen Fokus. Wenn Du die Zeit hast, lasse bereits vor der Erstellung der Landing Page andere Leute über die Auswahl der Bilder mitentscheiden.

 

Der Hero Shot kann einiges sein. Er sollte aber immer ein echter Hingucker sein.

1.1 Hero Shot

 

Der Hero Shot ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Held. Er soll dafür sorgen, die Erwartungshaltung des Kunden zu bestätigen: Das ist ein klasse Produkt/Dienstleistung/Anbieter – hier bin ich richtig. Auf diese Grafik (oder auch ein Video) solltest Du Dich fokussieren – sie muss handwerklich und qualitativ einwandfrei sein, etwas Besonderes! Aber was verwendet man am besten als Hero Shot? Gute Frage!

 

Bei einem Produkt ist die Sache völlig klar: Man präsentiert das Produkt von seiner Schokoladenseite und hat am Schluss ein Hochglanzmotiv, das als solches schon überzeugend wirkt. Du würdest Dich wundern, wie viele Menschen von qualitativ hochwertigen Bildern auf die Qualität des Produktes oder der Dienstleistung schließen.

 

Bei einer Dienstleistung eignen sich Assoziationen oder Personen als Hershot. Aber auch hier gilt: Keine billigen Stock-Fotos, sondern qualitativ hochwertige Arbeit, die zum Designkonzept passt.

 

Pro-Tipp bei der Verwendung einer Person: Lasse die Person mit dem CTA interagieren. Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass diese Person auf den CTA zeigt oder sich der CTA in der Nähe der Person befindet.

 

 

2. Texte kürzen und würzen

 

Soweit so klar. Kurz soll es sein. Die Schwierigkeit besteht aber darin, wichtige Inhalte so zu kürzen, dass die Kernbotschaft immer noch enthalten, klar verständlich ist und überzeugt. Das gilt sowohl für Überschriften als auch kleinere Textblöcke. Große und umfangreiche Textblöcke haben in Landing Pages ohnehin selten etwas verloren.

 

Problem ansprechen – Lösung präsentieren (wir wollen das Problem des Kunden lösen) – Call-To-Action setzen.

 

Listen funktionieren auch meistens sehr gut. Fast jede gute Landing Page enthält zumindest an irgendeiner Stelle eine Aufzählung von Vorteilen – oft auch mit schönen Icons untermalt.

 

Vermeide sinnlose Füllwörter und peinliche Phrasen.

 

Lege den Fokus immer auf die mobile Optimierung.

3. Mobile Optimierung im Fokus

 

Ohne mobile Optimierung geht gar nichts mehr. Je nach Branche und Webseite kommen mittlerweile bis zu 100 % des Traffics von mobilen Endgeräten. Gerade bei Landing Pages, denen häufig eine Werbekampagne in den sozialen Medien vorausging, ist dieser Wert häufig besonders hoch.

Was bedeutet mobile Optimierung eigentlich? Es sollte eine Art Grundeinstellung für Dich sein, das mobile Besuchserlebnis auf Deiner Webseite so angenehm wie möglich zu gestalten:

  • Schnelles laden
  • kein Ruckeln
  • einheitliche Darstellung
  • gute Lesbarkeit
  • „smoothe“ Bewegungen (Menü usw.)

 

Der Call-To-Action reduziert das oder die Ziele der Landing Page auf einen Button.

4. Call-To-Action(s)

 

Call-To-Actions (CTAs) sind eigentlich für Landing Pages jeglicher Art unverzichtbar. Egal, ob Du etwas verkaufen möchtest oder ob es um das Generieren von Leads geht. Spontan fällt mir kein Fall ein, bei dem man sinnvollerweise auf einen CTA verzichten sollte.

 

Mit dem Platzieren der CTAs ist das so eine Sache: Lieber mehr als weniger ist vielleicht richtig – aber nicht in allen Fällen. Definitiv richtig ist aber, dass der CTA nicht erst ganz unten kommen sollte. Mindestens würde ich also auf jeder vollen (Desktop)-Bildschirmfläche einen CTA platzieren. Auf der mobilen Ansicht sollte man die CTA’s so einbauen, dass sie optisch und textlich gut passen und nicht zu aufdringlich wirken.

 

5. Above the Fold beachten

 

Ein großes Problem ist, dass viele Nutzer, nachdem sie eine Anzeige angeklickt haben, nicht scrollen. Aus diesem Grund solltest Du den „Fold“, also den sofort sichtbaren Bereich besonders im Auge behalten. Das bedeutet nicht, dass Du alles in diesen Bereich quetschen solltest. Schau einfach selbst, was Du mit dieser Info machst. Unser Tipp: Versuche den CTA (Call-To-Action) möglichst in diesem Bereich zu platzieren.

 

6. Kampagne auf Werbemittel abstimmen

 

Äußerst wichtiger Punkt: Die Werbebanner müssen sowohl vom „Look & Fell“ als auch von den Inhalten mit der Landing Page harmonieren und die gleiche Botschaft enthalten. Dazu gehört insbesondere, dass Du keine falschen Versprechungen machen solltest. Schaffst Du es, den Kunden zu einem Klick auf das Banner zu bewegen und die Erwartung des Nutzers wird nicht erfüllt, wird er die Seite umgehend wieder verlassen.

 

Besser machst Du es so: Spreche bereits im Werbebanner das Problem an und sage, dass Du eine Lösung dafür hast. Vielleicht stellst Du die Lösung sogar schon dar. In jedem Fall geht es dann auf der Landing Page genau so weiter: Du beschreibst noch einmal das Problem – dieses Mal in 1-2 Sätzen und erklärst, wieso gerade Du die Lösung für das Problem hast und was deine Lösung so besonders macht. Das muss nicht alles sofort sichtbar sein, sondern kann auch erst dann sichtbar werden, wenn der User runterscrollt. Auf jeden Fall solltest Du so aber beginnen.

 

7. Nutze den „Social Proof“

 

Auch wenn Du Dir jetzt erstmal denkst: An sowas glaubt keiner, auf sowas achtet keiner, das interessiert doch niemanden. Das mag auch stimmen – hier geht es mehr um die subjektiv wahrgenommene Autorität über die ein Unternehmen, ein Dienstleister oder eine Marke verfügt. Vermutlich werden die meisten User einfach darüber „hinweg scrollen“ – dennoch nehmen sie unterbewusst war, dass es sich um

 

7.1 Kundenmeinungen

 

Meinungen der Kunden darzustellen ist so eine Sache. Was man nicht tun sollte: Stock Bilder kaufen, Namen ausdenken und Text selber schreiben. Ich weiß – gerade bei neuen Firmen, Produkten und Dienstleistungen ist es schwierig oder unmöglich, auf echte Erfahrungsberichte zurückzugreifen. Dennoch sind die Internetnutzer (zu Recht) immer skeptischer.

 

Versuche stattdessen echte Kunden zu finden, die einen netten Satz zu Deinem Unternehmen sagen. Und was ich persönlich besonders wichtig finde: Einen Verweis zum jeweiligen Unternehmen, zum Beispiel die Internetseite. So sieht das Ganze gleich viel verbindlicher aus.

 

Sofern vorhanden, ist der Einsatz von Testimonials ein gängiges Mittel, Autorität und Vertrauen zu schaffen. Große Firmen und Marken nutzen hierzu berühmte Personen oder zumindest aus der Szene bekannte Influencer.

 

7.2 Logos

 

Statt „Kundenmeinungen“ werden häufig nur Logos, ganz ohne Kommentar eingebunden. Das sieht gut aus und kann auch zum „Social Proof“ beitragen.

 

Passe die Logos am besten so an, dass sie einigermaßen im gleichen Stil daherkommen: Manche stellen die Logos in schwarz-weiß dar oder bringen sie zumindest auf die gleiche Größe. Beachte, dass Du die Unternehmen vorher um Erlaubnis bitten musst, wenn Du deren Logos verwendest (oder bearbeitest).

 

7.3 Zertifikate

 

Hier würde ich wirklich nur echte Zertifikate einsetzen. Mir fällt immer wieder auf, dass viele Unternehmen und Unternehmer auf „Fake-Zertifikate“ zurückgreifen. Da wird dann irgendetwas zusammengebastelt, das erst einmal so aussieht, wie eine echte Bewertung eines bekannten Magazins und beim genaueren Hinsehen wird dann klar, dass das nur Mist ist. Unseriöser geht es laut meinem Empfinden nicht. Trotzdem scheint es oft zu funktionieren. Dabei gibt es auch günstige legale Lösungen, an Zertifikate zu gelangen, bzw. andere Lösungen, den Social Proof einzubauen.

 

8. Tools zur Analyse verwenden

 

Die Analyse ist elementar für jede Landing Page. Da die Landing Pages derart konsequent auf das Erreichen von Zielen ausgelegt ist, ist auch eine permanente Analyse erforderlich. Denn erstens ist es unwahrscheinlich, dass Du gleich zu Beginn an alles richtig machst und zweitens ändert sich sowohl das Nutzerverhalten als auch das Umfeld Deiner Branche.

 

Da ich für das Erstellen von Landing Pages immer den Anbieter Unbounce nutze, habe ich den Vorteil, dass viele Tools schon mit Dabei sind. Aber auch ich muss auf zusätzliche Tools zurückgreifen. hier sind einige Tools, die Dir bei der Auswertung Deiner Landing Page helfen können:

 

Google Analytics ist ein Trackingtool von Google, welches zur Datenverkehrsanalyse von Webseiten genutzt wird. Das Tool wird Schätzungen zufolge von auf über 50 % aller Webseiten eingesetzt, was wiederum einen Marktanteil von über 80 % unter den Tracking Tool Anbietern ausmacht. (Quelle: W3Tchs.com)

 

Mouseflow ist ein Tool zur Analyse des Nutzerverhaltens. Mit den so genannten „Session Replays“ werden Sessions der Nutzer aufgezeichnet und können vom Seitenbetreiber ausgewertet werden. Die Session Replay werden dabei als Video dargestellt, welches die Mausbewegungen, Klicks, Formulareingaben usw. beinhaltet. Die eingegeben Texte werden nicht aufgezeichnet, sondern als Sternchen dargestellt. Auch Heatmaps, Funnel- und Formularanalysen bietet Mouseflow an.

 

Fünf Sekunden Test (Five Second Test): Besucher müssen sich innerhalb kürzester Zeit auf Deiner Webseite zurechtfinden und verstehen, um was es geht. Auf dieser Basis wurde der 5 Sekunden Test entwickelt. Dieser Test ist außergewöhnlich, da echtes Feedback von Menschen zurückgespielt wird. Dabei wird einer Person Deine Webseite für fünf Sekunden lang gezeigt. Anschließend werden dem Nutzer von Dir definierte Fragen gestellt – etwa: „Was ist das populärste Objekt auf der Webseite, an das Du Dich erinnerst?“. Die 5 Sekunden Tests kannst Du an Anbieter geben oder einfach selbst mit Personen aus Der Zielgruppe durchführen. Letzteres würde Dir vermutlich mehr helfen, ist aber auch mit viel Aufwand verbunden, da Du die Tests und die Auswertung selbst durchführen musst.

 

9. Tools zum Optimieren nutzen

 

Tools, die Deine Landing Page optimieren, gibt es einige. Ich habe diesen Punkt mal absichtlich von der Analyse abstrahiert, denn was ich hier meine, sind Tools, die aktiv dazu beitragen, die Conversions zu verbessern. Beim vorherigen Punkt ging es eher um das „Warum“ – hier ums „Machen“.

 

9.1 A/B Testing

 

A/B Testing ist für Landing Pages DAS Mittel zum Optimieren schlechthin. Mit A/B Tests erstellst Du regelmäßig Duplikate Deiner Webseite und passt dieses Duplikat mit alternativen Texten oder Bildern an. Anschließend wird der Traffic nach einem von Dir vorgegebenen Schlüssel verteilt (bei einfachen A/B Tests sind das 50 % des Traffics auf Seite A und 50 % auf Seite B). Anschließend schaust Du Dir an, welche Version besser funktioniert. Letzten Endes kann man das immer so weiterspielen und im Prinzip kann man auch ganz viele Versionen gegeneinander testen, was jedoch nur bei richtig viel Traffic Sinn macht.

 

Pop-Ups können, sofern richtig eingesetzt, ein gutes Instrument für mehr Umsätze.

9.2 Pop-Ups

 

Pop-Ups sind sicherlich kein Allheilmittel aber auch nicht zu verwechseln mit den früheren Versionen von Pop-Ups, die oft extrem aufdringlich waren und im schlimmsten Fall den PC lahmgelegt haben. Wenn Du Pop-Ups zum richtigen Zeitpunkt einsetzt und sie mit einem echten Mehrwert ausstattest, dann können Pop-Ups dazu beitragen, die Absprungrate zu verringern bzw. die Conversionrate zu erhöhen. Wann der richtige Zeitpunkt ist, musst Du selbst herausfinden.

 

Es gibt dutzende Möglichkeiten, wann Du das Pop-Up einspielst: Nach X Sekunden, beim X-ten Besuch, wenn der Kunde Objekt X angeklickt hat oder wenn jemand die Webseite verlassen will (nur Desktop).

 

9.3 Sticky Bars

 

Sticky Bars sind die noch charmantere Alternative zu den Pop-Ups, da sie nicht die ganze Seite in Beschlag nehmen. Sie erscheinen am unteren oder oberen Rand der Landing Page und können einfach weggeklickt werden.

 

Gilt für alle Web-Projekte gleichermaßen: Ohne Datenschutz geht es nicht.

10. Datenschutz beachten

 

Nicht erst mit der DSGVO nehmen Datenschutz und die rechtlichen Aspekte auf Webseiten eine immer größere Rolle ein. Gerade in Deutschland, das Land der „Abmahnenden“, hat sich hier eine regelrechte Industrie entwickelt, die nur nach Fehlern auf Deiner Seite suchen, um Dir anschließend eine Abmahnung zuzusenden, die echt teuer werden kann.

 

Sorge also vor und erstelle eine wasserdichte Datenschutzerklärung, verlinke ein Impressum und beachte die DSGVO. Das alles sage ich so einfach daher – es ist aber ein ganz schön aufwendiges Thema, an dem man auch regelmäßig dranbleiben muss, da sich die rechtlichen Rahmenbedingungen häufig ändern. Wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, lasse Dich von einem Fachanwalt vorher beraten – das kostet zwar Geld, kann aber auf Dauer günstiger sein, wenn Du stattdessen keine Abmahnungen bekommst.

 

11. Formular benutzerfreundlich machen

 

Natürlich muss nicht jede Landing Page über ein Formular verfügen. Wenn Du aber eines einbauen willst oder musst, um Deine Ziele zu erreichen, dann solltest Du eine für den Besucher möglichst charmante Variante wählen, da es sehr häufig vorkommt, dass sich ein Besucher noch beim Ausfüllen des Formulars umentscheidet (zu müde, zu faul, wer weiß das schon).

 

Ich kenne das aus eigener Erfahrung: Der Vertrieb will so genau wie möglich wissen, wer die Anfrage abgesendet hat (Stichwort PLZ und Zuständigkeiten usw). Das ist auch alles nachvollziehbar. Allerdings muss man dennoch abwägen: Je größer das Formular, desto weniger Anfragen wirst Du erhalten. Und wird das Formular kleiner, kann das Backoffice schlechter damit arbeiten.

 

Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte: Vielleicht kann man sich zum Beispiel darauf einigen, nur die PLZ abzufragen und der Ort wird dann automatisch eingetragen. Ansätze zur Optimierung von solcherlei Verfahren gibt es einige – den besten Ansatz für Dich bzw. Dein Unternehmen musst Du aber selbst finden.

 

Auch über die Größe des Formulars hinaus musst Du Dir Gedanken machen, ob das Formular intuitiv genug ist:

 

  • Moderne Felder, die sich smooth bewegen, wenn ein Nutzer hineinklickt
  • optisch muss das Formular sich gut in das Gesamtkonzept einfügen
  • Ausfüllhilfen, die dem Nutzer Arbeit abnehmen

 

Unverdient der letzte Punkt: Die Ladezeit ist ein wichtiger Faktor – bei Webseiten wie bei Landing Pages.

12. Seitenladezeit

 

Die Seitenladezeit ist nicht nur für SEO-Themen relevant. Gerade Google schaut nämlich nur immer genauer hin, weil Google seine Suchmaschinen an dem Nutzer ausrichtet. Und da es nun einmal eine Tatsache ist, dass lange Ladezeiten die Absprungraten deutlich erhöhen, schließt nicht nur Google daraus, dass die Ladezeit ein wichtiges Kriterium für die Masse der User ist.

 

Das heißt, dass auch Du darauf achten solltest, dass Deine Seite blitzschnell geladen wird. Das erreichst Du bei einer Landing Page weniger mit WordPress und eher mit einem professionellen Landing Page Builder. Letztere sind nämlich auf Performance getrimmt wohingegen WordPress super gut für Blogs und Firmenwebseiten geeignet ist.

 

Auch mit AMP (Accelerated Mobile Pages) kannst Du die Performance Deiner Webseite deutlich steigern. Laut Google laden AMP Pages etwa 4-Mal schneller als normale HTML-Webseiten. Das liegt unter anderem daran, dass:

 

  • die Seiten von Google gecached werden
  • erst die Texte und das Grundgerüst der Seite geladen werden
  • die Bilder und Videos erst später in die Platzhalter hineingeladen werden
  • es einige Einschränkungen bzgl. Code und Dateigröße gibt

 

Viele Landing Page Anbieter haben AMP bereits in ihren Service integriert.

 

Weitere Kurztipps zum Testen und als Anregung

 

So, der Artikel ist schon jetzt über der angepeilten Größe und natürlich könnte ich hier noch ewig so weiterschreiben. Vielleicht mache ich das in Zukunft auch. Am Schluss habe ich noch einige Tipps für Dich, für die ich noch keinen umfangreicheren Text ausarbeiten konnte, die Dir aber als kreative Anregung für Deine perfekte Landing Page dienen könnten.

 

Team zeigen – Vertrauen aufbauen

 

Zeigt her Eure Teams! Sofern Du kein Einzelunternehmen bist, solltest Du unbedingt Dein Team abbilden. Das schafft Vertrauen und zeigt die Größe des Unternehmens. Das macht vor allem beim Anbieten von Dienstleistungen Sinn.

 

Du bist Einzelunternehmer? Dann präsentiere ein qualitativ hochwertiges Bild von Dir. Ggf. könntest sogar Du als Hero Shot in Betracht kommen. Wieso eigentlich nicht? Solange es kein Handyfoto ist und das Bild zum Thema passt.

 

Erreichbarkeit und Transparenz

 

Mache dem Besucher klar: Wir sind für Dich da. Eine Rufnummer, E-Mail oder ein Chat bzw. im besten Fall gleich alle drei Sachen. So weiß der Nutzer: Es gibt Möglichkeiten, wie ich den Anbieter kontaktieren kann. Viele (vor allem große Anbieter, die es sich leisten können), tendieren eher dazu, die Kontaktmöglichkeiten zu verstecken. Sie hoffen, der Kunde wird die Antwort beim Durchklicken schon irgendwie finden. Als kleiner oder mittlerer Anbieter solltest Du aber den Weg der Erreichbarkeit und Transparenz gehen – gerade, weil Du nicht über die „credibility“ der Großen verfügst.

 

12 Landing Page Tipps zusammengefasst

 

  1. Erstelle ein durchdachtes Designkonzept
  2. Texte kürzen und würzen
  3. Mobile Optimierung im Fokus
  4. Call-To-Action(s)
  5. Above the Fold beachten
  6. Kampagne auf Werbemittel abstimmen
  7. Nutze den „Social Proof“
  8. Tools zur Analyse verwenden
  9. Tools zum Optimieren nutzen
  10. Datenschutz beachten
  11. Formular benutzerfreundlich machen
  12. Seitenladezeit verbessern

 

Fazit Landing Pages selbst erstellen

 

Es ist ein Haufen an Arbeit und trotzdem kann ich jeden sehr gut verstehen, der das Thema selber angehen möchte. Auf jeden Fall solltest Du das Projekt „Landing Page“ nicht unterschätzen, denn sonst verbrennst Du am Ende bares Geld mit den Werbeanzeigen, die zu keinerlei Conversions führen.

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